8. Bildhauer-Symposium 2016

Kunst am Klenzebau, Mühlhausen

»Der Analoge Dialog«

 



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Die Skulptur vom „Werden und Vergehen“


  1. 8. Bildhauer-Symposium mit Anspruch auf „ALLES“

  2. ging erfolgreich zu Ende


  Es war ein Symposium der Superlative. Nicht nur mit der höchsten Künstleranzahl seit seinem Bestehen, sondern auch, was die künstlerischen Ansprüche anging.

  Fünf Bildhauer traten an, um die größte Skulptur der künstlerischen Geschichte am Alten Ludwig-Donau-Main-Kanal aufzustellen. Vorher musste sie in 14 Tagen überhaupt erst einmal erarbeitet werden. Wichtig war hier der „Analoge Dialog“ zwischen allen Künstlern, unter dem das diesjährige Symposium stand.

  Nachdem der erste, traditionelle Hammerschlag durch Schirmherr Staatssekretär Albert Füracker, der zu seiner Unterstützung Landrat Willibald Gailler und Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer hatte, erfolgreich absolviert war, konnte die eigentliche Arbeit überhaupt erst losgehen. Vier Skulpturen aus den Schleusensteinen des WWA Regensburg schlagen und sie dann mit Metall verbinden.

  Spiritus Rector und Bildhauer Michael Königer hatte sich viel vorgenommen. „Anspruch auf ALLES“ bis in den Weltraum, sogar mit juristischem Beistand durch Rechtsanwalt Hans-Georg Kühnlein, der ein Manifest verfassen musste, das keinen Zweifel mehr aufkommen ließ.

  Da waren die Geburt, versinnbildlicht durch Bildhauerin Jutta Graule aus Hülen, BWB, dargestellt mit einem Keimling in organischen Formen. Dann die Jugend, herausgeschlagen von Bildhauer Gi Schinn aus Riedenburg. Das Alter von Bildhauer Stephan Fürbacher aus Vohburg, der ein gewaltiges Bauwerk schuf, das schon seiner „Erfahrungen“ hinter sich hatte. Und zuletzt der Tod, den Michael Königer persönlich übernahm. Dies Alles galt es zu verbinden durch Metall, was der Künstler Florian Zeitler aus Teublitz übernahm. Gelungen, wie zahlreiche Interessenten feststellen mussten.

  Damit war der künstlerische Anspruch noch nicht zu Ende. Zwei ungewöhnliche Gastkünstler holte sich Königer dazu. Klaus Schuppe aus Lauterhofen, dessen Brandobjekte Gäste und Besucher in ihren Bann zogen. Der Arbeitsablauf und die Technik Schuppes wurden von Scmas Key filmisch dokumentiert. Beide Künstler schnitten die Sequenzen, die sich über Tage hinzogen, zu einem eindrucksvollen Film zusammen.

  Und Melanie Köhler aus Neumarkt, die mit dem Abraum der Steinskulpturen und den Metallspänen von Zeitler ihre großen Leinwände bestückte.

  Eugenia FI Zipf vom „Schmalen Grat“ schuf immer größere Zeichen ihres Themas „Non Verbal“, das bald in luftiger Höhe am Schleusenhaus hing. Dazu zeichnete sie unermüdlich Bewegungsstudien aller teilnehmenden Künstler. Scmas Key war wie immer für alle Teilnehmer verantwortlich und setzte ihre eine Woche vorher fertig gewordene Symposiumszeitung in Szene, die sich gut verkaufte.

  Star-Fotograf Felix Röser aus Nürnberg, der nochmals zu einer Runde Symposium überredet werden konnte, zeigte eindrucksvolle Bilder in Gummi-Arabicum-Technik nach dem Motto: „Voher/Nachher-Bildhauer“. Es entstanden eindrucksvolle Bilder, die unter die Haut gingen.

  In der zweiten Woche fing der „Bildhauer-Schüler“ Friedrich Graf, seines Zeichens Zahnarzt, aus Riedenburg am Symposium an. Unter der Anleitung von Gi Schinn schlug er einen Kopf aus einem Schleusenstein heraus, der rechtzeitig zum Abschluss fertig wurde.

   Und Besuch vom neumarkter Urban Sketcher, Regisseur und Autor Franz Xaver Müller erhielt der Event. Der Künstler begleitete das Symposium einen Nachmittag lang mit Zeichnungen und Eindrücken, die er während der Veranstaltung gesammelt hat.

  Am mittigen Wochenende kredenzte der „Tourismusverein“ bei herrlichstem Wetter Kaffee und Kuchen, was von vielen Besuchern gerne angenommen wurde.

  Der Abschluss verzeichnete über 300 Gäste und die Einweihung der 13 Meter langen Skulptur, die auf Fundamenten am Kanal gesetzt worden war. Mehr als eindrucksvoll, aber auch ungewöhnlich, sieht das Kunstwerk aus, wie in den Boden gerammt. Beleuchtet von der Abendsonne, die „im Zenit des Lebens“ durchscheint.

  Das Symposium 2016 bedankt sich bei allen, die uns unterstützt haben, um eine solches Werk überhaupt schaffen zu können. Eingenommen unsere Bauhof-Crew, allen voran Chef Ewald Meier, ohne den gar nichts gegangen wäre.


Auf Wiedersehen in 2018

zum 9. Bildhauer-Symposium!